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Archiv für die Kategorie „Lebensweisheiten“

Wieso hat man nicht mehr Geld in der Tasche wenn der Lohn steigt?

Viele Menschen gehen mit folgender Einstellung durchs Leben:

Wenn ich mehr verdiene kann ich auch mehr sparen.

Doch damit überschätzen sich die meisten. Denn sobald jemand mehr Geld verdient steigen bereits schon im Vorfeld seine Ausgaben um die erhöhte Summe oder was recht häufig vorkommt um ein wenig mehr als der neue Lohn.

Diesen Zustand kann man bei den unterschiedlichsten Menschen feststellen.

Ein kurzes Beispiel:

Sie verdienen als Schüler nichts oder ein klein wenig z.B. 200 EUR im Monat. In dieser Zeit haben Sie in Ihrem gesamten Leben am wenigsten Schulden.
Denn weil Sie so gut wie nichts haben (größer oder gleich 0,00 EUR) können Sie sich auch so gut wie nichts leihen bzw. leisten.

Im Laufe der Jahre werden Sie älter. Sie machen den Autoführerschein und möchten natürlich auch ein eigenes Fahrzeug.

Da Sie bereits ein festes Einkommen haben fordern Sie bei Ihrer Bank einen Kredit an. Dieser übersteigt um ein vielfaches den Betrag den Sie monatlich zur Seite legen zum sparen.

Der Kredit ist noch nicht getilgt da möchten Sie mal richtig Urlaub machen und öfters mal fein essen gehen mir Ihrer(m) Liebsten.

Sie wissen genau, dass das Gehalt nicht ganz zum Monatsende reicht weil Sie den Kredit ja schließlich noch tilgen müssen. Deshalb gehen Sie wieder zu Ihrer Bank und verlangen einen Dispokredit um Ihr Konto etwas Luft nach unten zu geben.

Nach einigen Jahren erhalten Sie endlich wieder eine Lohnerhöhung. Bis die Lohnerhöhung spürbar auf dem Lohnzettel ist, gönnen Sie sich jetzt bereits schon einige Kleinigkeiten.

Grund: Sie verdienen schließlich mehr und das muss gefeiert und Materiell etc. bemerkbar werden.

Schluss endlich verschulden Sie sich immer höher obwohl Sie eigentlich im laufe der Zeit immer mehr verdienen.

Diese Falle können Sie mit folgenden Tipps umgehen:

Nr. 1

Größere Anschaffungen müssen Ihrem aktuellen Finanzstatus entsprechen. Zahlen Sie mindestens 35% an.

Nr. 2

Kategorisieren Sie Ihre Ausgabeposten klar und strukturiert. Sie müssen genau wissen für wie viel Sie durchschnittlich im Monat mit Ihrem Handy telefonieren, das Auto betanken, einkaufen gehen etc.

Nr. 3

Achten Sie darauf das Sie sich immer in einem durchschnittswert aus mehreren Monaten pro Kategorie bewegen. Nur so wissen Sie exakt für welche Position Sie zu viel oder übertrieben viel ausgeben.

Nr.4

Minimieren Sie evtl. Kategorien. Beispiel. Handyrechnung 150 EUR. Sie besitzen einen Festnetzanschluss sind öfters zu Hause selten auf Reisen. Passen Sie Ihren Handytarif an. Schauen Sie sich nach Flatrates für das Festnetztelefon um und meiden Sie anrufe aus Bequemlichkeit vom Handy. Kurze und präzise Telefonate. Ein persönlicher Kontakt mit einem Gesprächspartner ist nicht mit einem Telefongespräch vergleichbar.

Nr. 5

Sobald Sie Ihre Ausgaben kontrolliert und im Blickfeld haben konzentrieren Sie sich darauf wie viel Sie auf die Seite legen können. Die Anlage an sich ist zweirangig.

Nr.6

Sparen Sie Ihr möglich Maximum ohne jedoch Ihren Dispositionskredit nutzen zu müssen. Am Anfang ist es sinnvoll einen etwas zu hohen Betrag an zu sparen. Mit der Zeit können Sie durch minimieren des Sparbetrags die richtige Sparrate austesten.

Nr.7

Sparen Sie kurz-, mittel- und langfristig. Sie wissen nie wie lange Ihre Auto oder Ihre Spülmaschine noch mit macht. Deshalb teilen Sie Ihre Sparrate in drei Gruppen auf. Kurzfristig 15%, Mittelfristig 25% und Langfristig 60% des Gesamtbetrages der Sparrate.

Nr.8

Eine der wichtigsten Regeln. Sobald Sie ein höheres Einkommen haben oder auf der anderen Seite weniger Ausgaben (auslaufendes Darlehen) nehmen Sie das komplett mehr gewonnen Geld und Sparen Sie es. Wenn Sie das nicht übers Herz bekommen nehmen Sie mindestens 80% des Mehrbetrages. Dadurch legen Sie mehr Geld auf die Seite und bemerken in Ihrem normalen Leben keine weiteren Einschränkungen da Ihr verfügbares Kapital gleich bleibt.

Fazit:

Mit diesen acht goldenen Regeln schaffen Sie es langfristig ein gutes Polster für Investitionen bzw. für größere Anschaffungen. Dieses Beispiel funktioniert bei jeder Einkommensgröße.

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