Berechnung der großen Fünf
Berechnung der großen Fünf
Wachstumsberechnung im Kopf für folgende Kennzahlen: Eigenkapital, Cashflow, Umsatz und EPS
Damit Sie die großen fünf bewerten können benötigen Sie die jährliche Wachstumsrate. Diese können einfach im Kopf errechnet werden.
Hier ein Beispiel:
Umsatz
1998 – 1999 – 2000 – 2001 – 2002 – 2003 – 2004 – 2005 – 2006 – 2007
10 – 20 – 50 – 70 – 80 – 90 – 110 – 130 – 135 – 160
Die Verdopplung
Jetzt wird z.B. die Kennzahl aus dem Jahr 1998 und dem Jahr 2007 verglichen bzw. wie oft sich der Wert in den zehn Jahren verdoppelt hat.
Umsatz im Jahr 1998 gleich 10 – im Jahr 2007 gleich 160
10×2 = 20 (erste Verdopplung)
20×2 = 40 (zweite Verdopplung)
40×2 = 80 (dritte Verdopplung)
80×2 = 160 (vierte Verdopplung)
In zehn Jahren hat sich der Umsatz in diesem Beispiel vervierfacht.
Jetzt möchten wir natürlich wissen um wie viel die Kennzahl im durchschnitt jährlich zugelegt hat.
Wie lange dauert es damit sich der Umsatz einmal verdoppelt.
4 (Verdopplung) / 10 (Jahre) = 2,5 Jahre
Alle 2,5 Jahre verdoppelt sich der Umsatz des Unternehmens. Mit diesem Durchschnittswert kann jetzt die jährliche Prozentzahl errechnet werden.
Um wie viel Prozent steigt der Umsatz jedes Jahr?
72/2,5 Jahre = 28,8%
Anhand der 72er Regel kann leicht der jährliche Zuwachs in Prozent errechnet werden.
Dieses Rechenbeispiel gilt für die oben erwähnten Kennzahlen. Jedoch nicht für das ROIC (Kapitalrendite).
Die Kapitalrendite wird auf einigen Finanz-Webseiten angezeigt.
Versuchen Sie einen möglichst großen Zeitraum zu finden. Kennzahlen über die vergangenen zehn Jahre wären ideal.
Diese finden Sie leider nur selten auf kostenlosen Finanz-Webseiten.
Rechenformel für das ROIC.
ROIC = Nettobetriebsgewinn nach Steuern / (Eigenkapital + Schulden)
Info:
Zehn Jahres Kennzahlen erhalten sie unter: http://money.de.msn.com/
Dort geben Sie das Unternehmen ein, das Sie suchen.
Danach klicken Sie rechts auf Kennzahlen und dann auf: “IDS_4THDE_FINRES_10JAHRESANALYSE_TEXT”
Hier erhalten Sie das durchschnittliche KGV, Nettoumsatzrendite, Eigenkapitalrendite und die Gesamtkapitalrendite.
Leider finden Sie nur von wenigen deutschen Unternehmen ausreichend Daten.