Archiv für April 2009
Verlust Gewinn Ausgleich Rechnung
Wer hat denn noch nicht mit dem Gedanken gespielt, eine Verlust Position solange zu halten bis diese wieder Ihren Ursprünglichen Wert entspricht.
Das ist leider ein sehr großer Fehler wie alleine dieses Schaubild darstellt.

Wenn Sie einfach mal an das Jahr 2000 und 2001 zurück denken. Der Neue Markt, nicht erschrecken aber es ist für einige Anleger immer noch ein aktuelles Thema. Denn viele sitzen regelrecht immer noch auf den Werten von vor 5 Jahren.
Und weshalb?
Weil diese Anleger der Meinung sind, dass der aktuelle Kurs wieder einmal dem Einstiegskurs entsprechend wird. Das kann durchaus so sein. Doch wenn Sie sich die Grafik ansehen werden Sie schnell mit Schrecken feststellen, dass mal eben zu dieser Zeit (2000 bzw. 2001) 70% Kurseinbrüche durchaus in Kauf genommen worden sind. Das bedeutet, wenn Sie einen Wert in dieser Zeit gekauft haben und ihn immer noch halten muss er mind. 233% gestiegen sein damit Sie wieder auf dem Niveau sind auf dem Sie eingestiegen sind.
In dieser Zeit wo viele Anleger noch heute warten, hätten Sie alleine von Anfang 2006 bis heute mit DAX-Werten wie z.B. Deutsche Bank, Thyssen Krupp oder VW mehr als 100% Gewinn machen können.
Deshalb mein Tipp:
Setzten Sie Stop Loss. Lassen Sie nicht zu das Emotionen Ihr Depot beherrschen.
Legen Sie Ihr Geld in Werte von denen Sie überzeugt sind und zeihen Sie Ihr Stop Loss regelmäßig nach.
Seien Sie je nach Risikobereitschaft auch einmal bereit in fallende Kurse zu investieren (mit Stop Loss Absicherung natürlich).
Denn nur so, werden Ihnen solch schlechte Zeiten wie die um die Jahreswende nicht zum Albtraum sondern evtl. zur besten Möglichkeit Geld anzulegen.
Wieso hat man nicht mehr Geld in der Tasche wenn der Lohn steigt?
Viele Menschen gehen mit folgender Einstellung durchs Leben:
Wenn ich mehr verdiene kann ich auch mehr sparen.
Doch damit überschätzen sich die meisten. Denn sobald jemand mehr Geld verdient steigen bereits schon im Vorfeld seine Ausgaben um die erhöhte Summe oder was recht häufig vorkommt um ein wenig mehr als der neue Lohn.
Diesen Zustand kann man bei den unterschiedlichsten Menschen feststellen.
Ein kurzes Beispiel:
Sie verdienen als Schüler nichts oder ein klein wenig z.B. 200 EUR im Monat. In dieser Zeit haben Sie in Ihrem gesamten Leben am wenigsten Schulden.
Denn weil Sie so gut wie nichts haben (größer oder gleich 0,00 EUR) können Sie sich auch so gut wie nichts leihen bzw. leisten.
Im Laufe der Jahre werden Sie älter. Sie machen den Autoführerschein und möchten natürlich auch ein eigenes Fahrzeug.
Da Sie bereits ein festes Einkommen haben fordern Sie bei Ihrer Bank einen Kredit an. Dieser übersteigt um ein vielfaches den Betrag den Sie monatlich zur Seite legen zum sparen.
Der Kredit ist noch nicht getilgt da möchten Sie mal richtig Urlaub machen und öfters mal fein essen gehen mir Ihrer(m) Liebsten.
Sie wissen genau, dass das Gehalt nicht ganz zum Monatsende reicht weil Sie den Kredit ja schließlich noch tilgen müssen. Deshalb gehen Sie wieder zu Ihrer Bank und verlangen einen Dispokredit um Ihr Konto etwas Luft nach unten zu geben.
Nach einigen Jahren erhalten Sie endlich wieder eine Lohnerhöhung. Bis die Lohnerhöhung spürbar auf dem Lohnzettel ist, gönnen Sie sich jetzt bereits schon einige Kleinigkeiten.
Grund: Sie verdienen schließlich mehr und das muss gefeiert und Materiell etc. bemerkbar werden.
Schluss endlich verschulden Sie sich immer höher obwohl Sie eigentlich im laufe der Zeit immer mehr verdienen.
Diese Falle können Sie mit folgenden Tipps umgehen:
Nr. 1
Größere Anschaffungen müssen Ihrem aktuellen Finanzstatus entsprechen. Zahlen Sie mindestens 35% an.
Nr. 2
Kategorisieren Sie Ihre Ausgabeposten klar und strukturiert. Sie müssen genau wissen für wie viel Sie durchschnittlich im Monat mit Ihrem Handy telefonieren, das Auto betanken, einkaufen gehen etc.
Nr. 3
Achten Sie darauf das Sie sich immer in einem durchschnittswert aus mehreren Monaten pro Kategorie bewegen. Nur so wissen Sie exakt für welche Position Sie zu viel oder übertrieben viel ausgeben.
Nr.4
Minimieren Sie evtl. Kategorien. Beispiel. Handyrechnung 150 EUR. Sie besitzen einen Festnetzanschluss sind öfters zu Hause selten auf Reisen. Passen Sie Ihren Handytarif an. Schauen Sie sich nach Flatrates für das Festnetztelefon um und meiden Sie anrufe aus Bequemlichkeit vom Handy. Kurze und präzise Telefonate. Ein persönlicher Kontakt mit einem Gesprächspartner ist nicht mit einem Telefongespräch vergleichbar.
Nr. 5
Sobald Sie Ihre Ausgaben kontrolliert und im Blickfeld haben konzentrieren Sie sich darauf wie viel Sie auf die Seite legen können. Die Anlage an sich ist zweirangig.
Nr.6
Sparen Sie Ihr möglich Maximum ohne jedoch Ihren Dispositionskredit nutzen zu müssen. Am Anfang ist es sinnvoll einen etwas zu hohen Betrag an zu sparen. Mit der Zeit können Sie durch minimieren des Sparbetrags die richtige Sparrate austesten.
Nr.7
Sparen Sie kurz-, mittel- und langfristig. Sie wissen nie wie lange Ihre Auto oder Ihre Spülmaschine noch mit macht. Deshalb teilen Sie Ihre Sparrate in drei Gruppen auf. Kurzfristig 15%, Mittelfristig 25% und Langfristig 60% des Gesamtbetrages der Sparrate.
Nr.8
Eine der wichtigsten Regeln. Sobald Sie ein höheres Einkommen haben oder auf der anderen Seite weniger Ausgaben (auslaufendes Darlehen) nehmen Sie das komplett mehr gewonnen Geld und Sparen Sie es. Wenn Sie das nicht übers Herz bekommen nehmen Sie mindestens 80% des Mehrbetrages. Dadurch legen Sie mehr Geld auf die Seite und bemerken in Ihrem normalen Leben keine weiteren Einschränkungen da Ihr verfügbares Kapital gleich bleibt.
Fazit:
Mit diesen acht goldenen Regeln schaffen Sie es langfristig ein gutes Polster für Investitionen bzw. für größere Anschaffungen. Dieses Beispiel funktioniert bei jeder Einkommensgröße.
Hinweise für das Handeln mit Hebel-Zertifikate
Es gibt einige verschiedene Zertifikate, doch eine Gattung ist wohl die risikofreudigste von allen. Die Hebel-Zertifikate auch Turbo-Zertifikate, Mini-Future oder Knockout genannt sind sehr einfach aufgebaut.
Die Möglichkeiten mit Hebel-Zertifikaten.
Mit Hebelzertifikaten können Sie mittlerweile in fast jeden Sektor bzw. Markt handeln. Ob es Indizes, Aktien, Emerging Markets, Währungen, Immobilien oder Rohstoffe sind der Möglichkeiten auf einen Wert mit einem Hebel zu handeln ist groß.
Das Angebot der Short Hebel-Zertifikate ist zwar bedeutend kleiner aber es ist bei deutschen Werten häufig möglich.
Einige Vorteile sind:
Die Gebühren für solche Papiere sind moderat wenn man diese mit Aktien Käufe vergleicht. Diese Papiere sind einfach zu handeln. Es gibt bei jedem größeren Emittenten direkt Handelssysteme. Dort kann dann zu einem Real time Kurs gekauft bzw. verkauft werden.
Zertifikate im Vergleich zu Optionsscheinen:
Mittlerweile werden überwiegend Zertifikate im Vergleich zu Optionsscheinen gehandelt. Die einfache Handhabung, Struktur und Vergleichs-Möglichkeit wird der Grund sein weshalb immer mehr von Optionsscheine auf Zertifikate wechseln.
Anpassung des Hebels:
Wenn Sie einen Basiswert sich ausgesucht haben und für dieses ein Zertifikat kaufen möchten haben Sie oft die Qual der Wahl. Die Emittenten geben viele verschiedene Hebel-Zertifikate heraus. Aus einem Grund, der Hebel kann vom Anleger nicht verändert werden. Dieser wird vom Emittent zum Anfang festgelegt und dann nicht mehr „geändert“. Der Hebel ändert sich nur weil er sich dem aktuellen Kurs anpasst. Dazu habe ich im Bereich „Informationen – Kalkulation-Tabellen“ eine Hebel-Berechnung für Hebel-Zertifikate.
Sobald Sie sich ein Zertifikat mit einem sehr hohen Hebel ausgesucht haben werden Sie feststellen, dass das Spread weit höher liegt als das der niedrig gehebelten Zertifikate.
Hebel Zertifikate im Bereich von ca. 2-5 finden sich am häufigsten. Bei Indizes, Rohstoffen und Währungen werden Sie überwiegend höhere Hebel feststellen. Das liegt daran das diese Werte in der Regel weniger stark fallen bzw. steigen und somit die Hebelwirkung nicht so stark wäre.
Endlos Zertifikate:
Ein weiterer sehr wichtiger Faktor ist die Restlaufzeit eines Zertifikates. Wenn Sie vor haben, dass Zertifikat länger zu halten sollten Sie unbedingt die Restlaufzeit beachten. Endlos Zertifikate bedeutet nur, dass diese Wertpapiere endlos weiterlaufen sofern der Knockout nicht erreicht ist.
Der Knockout:
Dieser so genannte Knockout ist bei jedem Zertifikat angegeben und liegt meistens bei Herausgabe ca. 50% unter dem aktuellen Kurs.
Sobald das Zertifikat den angegebenen Knockoutkurs erreicht wird das Zertifikat nicht mehr gehandelt und jeder der dieses Zertifikat noch im Depot hat wird mit dem letzten Kurs des Zertifikates ausbezahlt.
Die Hebelwirkung:
Wenn der Basiskurs um 5% steigt oder fällt verändert sich das Zertifikate immer um das x fache des Hebels.
Beispiel:
Deutsche Bank steigt um 5%
Im Depot befindet sich ein Hebel-Zertifikat mit einem Hebel von 10. Dadurch steigt das Zertifikat im Vergleich zum Basiswert um das Zehnfache. Somit kann man den Hebel immer als Faktor sehen, den man mal der eigentlichen prozentualen Kursbewegung nehmen muss.
Welche Anlageziele eignen sich für Hebel-Zertifikate:
Hauptsächlich kurzfristige Trades. Denn auf einen fahrenden Zug auf zu springen ist mit einem Hebel lohnend. Wenn Sie sich durchaus sicher sind das der Wert in den nächsten Minuten, Stunden bzw. nächsten Tagen ansteigen wird, erwerben Sie ein Hebelpapier. Und machen Sie damit aus z.B. 1,5% Kursunterschied beim DAX, 50% Gewinn. Mit Aktien nicht realisierbar.
Sie wollen ohne größeren Aufwand in Werte investieren wie den DAX, Nikkei, Orangensaft oder den Neuseeland Dollar. Dann suchen Sie sich im Hand um drehen ein passendes Zertifikat heraus.
In Ihrem Depot sind einige Aktientitel und die Börse verliert kräftig. Sie wissen, dass das noch den Tag andauern kann bzw. die Tage andauern wird. Kaufen Sie ein Short Hebel Zertifikat das auf einen fallenden Titel Ihrer Wahl basiert.
Fazit:
So schnell und unkompliziert und mit einer sehr guten Übersicht über die Struktur des Zertifikats können sie schneller nicht mit Optionsscheinen agieren. CFD’s eignen sich auch nicht immer, da Sie keine unterschiedlichen Hebel wählen können. Die verschiedenen Arten der Zertifikats-Welt:
Außer dem hier beschriebenen Hebel-Zertifikat gibt es noch folgende nach dem Risiko sortierte Zertifikatsgattungen.
(Es gibt noch mehrere Bezeichnungen für Arten von Zertifikaten. Dies sind einige der Bekanntesten. Zertifikate Emittenten können Ihren Produkten eigene Namen geben, deshalb diese Vielfalt)
Risikoklassen von Zertifikaten:
von gesicherter Einlage bis riskant
I: Airbag / Garantie
II: Basket /ETF / Branchen / Themen / REIT / Strategie / aktiv gemanagte Zertifikate
III: Sprint, Tracker, Bonus, Discount, Express, Quanto, Outperformance
IV: Hebel (Turbo, Mini-Future, Knockouts)
Die Brokerwahl
Was sollten Sie beachten wenn Sie sich dafür entschieden haben Ihre Wertpapiergeschäfte Online zu tätigen
1. Die Frage nach dem “Wie oft”. Handeln Sie nur einige male im Jahr oder sind Sie eher derjenige der mehrmals am Tag die Orders erteilt?
Wenn Sie beispielsweise nur wenig handeln weil Sie Anleihen kaufen möchten oder sehr langfristig orientiert sind. Dann sollten Sie unbedingt darauf achten das das Online-Depot Gebührenfrei ist. Einige online Broker bieten eine kostenlose Depotführung an, wobei die Transaktionen je nach dem etwas teure sein können.
Sie machen mehrere Trades in der Woche.
Suchen Sie sich unbedingt den Broker heraus, der pro Transaktion am wenigsten kostet. Hierbei spielt es keine Rolle ob Sie 10€ Depotführungsgebühr oder eine Gebühr am Jahresende für die im Depot beinhalteten Werte kostet.
3€ pro Trade Ersparnis bedeutet bei einem Trader der häufiger den Depotbestand wechselt sehr viel. Wenn Sie ca. 150 Trades im Jahr machen was ungefähr 3 Trades in der Woche ausmacht entspricht das einer Summe von 3.000€ sofern Sie pro Trade 10€ berappen müssen.
Vergessen Sie nicht das 150 Käufe automatisch 150 Verkäufe bedeuten. Und jedesmal 10€ direkt an den Broker gehen. Deshalb sollten Sie unbedingt einen Broker wählen, der für Sie sehr wenig für einen einzigen Trade kostet.
2. Der zweite entscheidende Punkt ist: “Wie hoch sind Ihre Umsätze”. Unter 5.000€ handeln Sie in der Regel in einer Preisklasse von ca. 5€ aufwärts. Bei 50.000€ kann das schon einmal etwas mehr sein.
Sie sind ein Kleinanleger und haben nicht all zu viel das Sie in Wertpapiere investieren können oder möchten.
Dann sollten Sie einen genauen Blick darauf werfen, was die einzelnen Trades bzw. Orders kosten. Diese sind in der Regel immer nach der Umsatzgrösse sortiert und fangen bei 2.500€ bzw. 5.000€ an sich zu ändern.
Die versprochenen günstigen Orders aus der Werbung beziehen sich oft auf die Orders in den Umsatzgrössen unter 5.000€.
Für Trader die weniger als 5.000€ Orders erteilen lohnt sich der genauere Blick in die Preistabelle nicht unbedingt. Da in der Regel mit den niedrigsten Preisen bereits schon geworben wird.
Dagegen ändert sich diese Situation sehr schnell wenn Sie vor haben Umsätze in einer Größenordnung von ca. 10.000€ – 100.000€ zu handeln.
Denn diese Orders können bei manchen Brokern einige hundert Euro kosten. Was der Rendite natürlich erheblich schaden kann.
In diesem Fall ist es nur zu empfehlen sich die einzelnen Preise pro Order genau an zu schauen. Denn auf den ersten Blick erscheint der Broker zwar sehr günstig. Doch kann sich das in diesen Größenordnungen sehr schnell ändern.
3. Sie lieben gut klingende Angebote, die Ihnen im Fernsehen oder in Zeitschriften interessant präsentiert werden.
Generell macht es Sinn auch diese Werbeangebote genauer unter die Lupe zu nehmen.
Es kommt immer auf die Mentalität des Traders an.
Ein kleines Beispiel:
Broker XYZ
bietet Ihnen auf alle Deutsche Bank Zertifikate die XX Wave XX Call heißen
50% Rabat auf an- und Verkauf.
Wenn Sie mit der Depotführungsgebühr einverstanden sind und eigentlich ausschließlich Zertifikate handeln, wird Ihnen dieses Angebot gefallen.
Achten Sie auf die Dauer sowie auf die genauen Vereinbarungen des Angebots, dass Ihnen präsentiert wird. Gehen Sie es nur dann ein, wenn Sie auch wirklich sich an die strengen Spielregeln halten. Denn ansonsten kann es für Sie am Ende teurer als gedacht werden.
4. Normale Broker bieten mittlerweile viele zusätzliche Leistungen an. Da wären z.B. Stop Loss, Trailing Stops, Real time Kurse, Chartanalyse Tools, verschiedene Matrix usw.
Viele der gängigen Online-Broker bieten Zusatz Tools an bzw. erweiterte Order Möglichkeiten. Doch in der Regel werden diese von den wenigsten genutzt. (Gilt eher für Tools als für Orderarten)
Denn ein Stop Loss zum Beispiel das regelmäßig nach gezogen wird, für einen Trader der 1000 Orders im Jahr in Auftrag gibt kann das eine teure Sache werden (angenommen 5€ pro Stop Loss Erteilung).
Doch wenn Sie genau diese Tools schätzen sollten Sie trotzdem die Gebührentabelle im Augenwinkel behalten.
Sie finden oft nicht auf den ersten Blick diese Zusatzmöglichkeiten. Was es Ihnen bei der genauen Auswahl schwer macht.
Eine Real time Software kostet sehr viel Geld, doch ein Broker der Ihnen das kostenfrei zur Verfügung stellt ist Ihnen natürlich immer ein gern gesehener Gast.
Sie müssen nur wissen wo Sie solche Zusatzdienstleistungen bekommen und ob diese evtl. begrenzt sind.
In sofern Sie unbedingt diese zusätzlichen Leistungen in Anspruch nehmen möchten, sollten Sie höchstens nur an der Depotgebühr etwas drauf zahlen (siehe Punkt 1).
5. Aktien und Anleihen handeln Sie nur nebenbei. Ihr Hauptaugenmerk haben Sie bereits den Zertifikaten, Optionsscheinen und Contract of Difference geschenkt.
Viele Broker bietet dem Kunden an auch Zertifikate oder Optionsscheine zu handeln. Diese Derivate Geschäfte müssen allerdings separat freigeschalten werden.
Bei Contract of Difference kurz CFD’s sieht es dagegen etwas anders aus. Diese werden oft nur von speziellen CFD Brokern angeboten. Somit muss der Händler sich bei mehreren Broker anmelden. Insofern dies kostenfrei ist, also nur Ordergebühren kostet spielt dass keine Rolle.
Doch auch um den Überblick zu behalten sollte man falls möglich einen Broker auswählen der die gesamte Produktpalette die zu handeln gewünscht ist abdeckt.
Wie funktioniert der Hebel bei Derivaten
Wie funktioniert der Hebel bei Derivaten
Zu erst einmal muss diese Überschrift in zwei Sektoren untergliedert werden.
1. Hebel auf Zertifikate ( Turbo, Knock-out Hebelzertifikate )
2. Futeres und CFD’s
um damit die häufigsten Varianten zu nennen.
Fangen wir nun einmal mit den Zertifikaten an.
1. Hebel auf Zertifikate (Turbo, Knock-out Hebelzertifikate)
Der Hebel bei Zertifikaten ist direkt an das Derivat gekoppelt. Mit anderen Worten, wenn Sie
sich für ein Hebel Zertifikat interessieren sehen Sie in den Informationen den dazu gehörigen
Hebel.
siehe Foto

Hebelerläuterung Derivate
Für einen Standardwert wie es z.B. Linde, Volkswagen oder E.on ist erhalten Sie eine große
Auswahl mit verschiedenen Hebel.
Jetzt liegt es an Ihnen was für einen Hebel Sie sich aussuchen.
Von einem Hebel von 1 bis 50 oder sogar noch höher reicht die Auswahl.
Der einzige Unterschied zwischen diesen Hebelgrößen liegt darin das:
- der Hebel natürlich unterschiedlich groß ist
- das Spread in der Regel bei höherem Hebel zunimmt
- das tägliche Handelsvolumen bei höherem Hebel abnimmt.
Der Spread (Unterschied zwischen An- und Verkauf) ist entscheidend. Denn umso grösser
dieser ist desto grösser müssen Ihre Gewinne ausfallen. Den ein 5% Spread bedeutet das Sie
erst einmal 5% Gewinn erreichen müssen damit Sie zum gleichen Einstiegskurs verkaufen
können.
Bei einem höheren Hebel haben Sie zwar die Möglichkeit wenn Sie richtig liegen schneller
das Spread aus zu gleichen, doch das Risiko steigt natürlich umso mehr je höher der Hebel ist.
Außerdem sollten Sie darauf achten ein ausreichendes Handelsvolumen am Tag erreicht wird.
Damit aktuelle Kurse im Zertifikat sichtbar werden.
Detail Erläuterung “Hebel bei Zertifikaten”
Anhand dieses Beispiels möchte ich Ihnen die Funktionalität eines Hebels bei Zertifikaten
genau erklären.
Bei Erwerb eines Hebel Zertifikates wird ein Hebel mitgeliefert.
Dieser liegt bei diesem Beispiel bei 5.
Basiswert (z.B. Aktien) Deutsche Bank Zertifikat Turbo Call Deutsche Bank
Das Zertifikat weißt bei Erwerb einen Hebel von 5 auf und einen Spread von 0,5%.
Folglich steigt das Zertifikat um 5% sobald der Basiswert Deutsche Bank um 1% steigt.
Sobald der Basiswert Deutsche Bank um 10% steigt, steigt das Zertifikat um das 5fache also
auf 50%.
In den Minusbereich verhält es sich genauso.
siehe Foto

Hebelerläuterung Schaubild
Der Hebel ist allerdings nicht immer der gleiche wie bei dem Erwerb des Zertifikates.
Diese Beispiel Rechnung in der Excel Tabelle zeigt Ihnen genau wie der Hebel aktuell steht.
Klicken Sie dafür hier: Hebelberechnung
Sobald das Zertifikat und der Basiswert steigen (bei einer Call bzw. long Position), verringert
sich der Hebel.
2. Futures und CFD’s
Bei Futures bzw. CFD’s ist der Hebel anders eingebaut als bei Hebel Zertifikaten.
Ein kleines Beispiel:
Sie möchten auf steigende Deutsche Bank Aktien setzten, haben aber nur 1.000€ zur
Verfügung.
Also handeln Sie z.B. ein Deutsche Bank CFD.
Jetzt benötigen Sie nur 1.000€ um an der Börse 20.000€ zu bewegen.
Denn ihr Broker möchte nur, dass Sie einen Teil bei ihm hinterlegen. Das sind in diesem
Beispiel 5% des eigentlichen Wertes. Denn Rest leiht Ihnen Ihr Broker.
Also handeln Sie mit diesem CFD einen Hebel mit 50. Denn 1.000€ sind das 50fache von
20.000€.
Jeder Broker vergibt unterschiedliche Hebel. Diese sind in der Regel für Aktien je nach
Broker bei 50 bzw. bei Indizes und Rohstoffen bei 100.
Der Broker leiht Ihnen das fehlende Geld allerdings nicht ganz umsonst. Denn Sie bezahlen
pro Tag für die offene Position einen Finanzierungszinssatz.
Der Hebel bleibt immer gleich, egal ob der Wert steigt oder fäll.
Leider kann der Hebel bei CFD’s bzw. Futures nicht wie bei Hebel Zertifikaten frei gewählt
werden.
Unbedingt zu beachten ist auch, dass nicht nur das eingesetzte Kapital sondern auch mehr
verloren werden kann.
Denn der Einstieg beläuft sich immer auf den Gesamtwert. In diesem Beispiel also 20.000€.
10% Kursanstieg von der Deutschen Bank Aktie entsprechen also 2.000€ Gewinn bzw. 200%
des Ursprünglich eingesetzten Kapitals.

Mit CFDs einfach und unkompliziert handeln lernen
Mit CFDs einfach und unkompliziert handeln lernen
Das Handeln mit CFDs ist einfacher, als es auf den ersten Blick erscheint.
Betrachtet man jedoch die Umsätze die mit CFDs im Vergleich zu Zertifikaten getätigt werden miteinander, erkennt man, dass der Weg zu den Zertifikaten vielen Anlegern als einfacher empfunden wird.
Jedoch sind viele Zertifikate sehr oft komplexer als CFDs bzw. nehmen während dem Handel unterschiedlich an der Partizipation des Basiswertes teil.
CFDs haben immer den gleichen Wert wie der Basiswert. Es gibt jeweils immer die Möglichkeit mit nur einem Klick entweder Long oder Short zu gehen.
Zum Vergleich, ein passendes Long oder Short Zertifikat zu finden benötigt weit aus mehr Zeit.
Der Hebel eines CFDs ist immer fest. Dieser ändert sich nicht wie bei Hebelzertifikate.
Durch die Margin die bei CFDs den Hebel festsetzten ist nur ein Bruchteil des eigentlichen Kapitals auf zu wenden.
Ein Beispiel dafür:
Sie möchten auf einen steigenden DAX investieren.
Der aktuelle Kurs des DAX beträgt 8.000 Punkte (angenommen).
Sie möchten insgesamt 800€ insvestieren.
Also kaufen Sie 10 DAX CFDs. Ein CFD ist 8.000€ Wert, soviel wie der DAX Punkte hat (zum Zeitpunkt des Erwerbs).
Das heißt, Sie haben insgesamt 80.000€ im Markt, haben aber aufgrund eines Hebels von 100 nur 800€ bezahlt (800€*100=80.000€).
Wenn jetzt der DAX um 10 Punkte steigt, verdienen Sie (10 Punkte x 10 CFDs) 100€.
Möchten Sie Short gehen, dann klicken Sie ihren Wert an den Sie Short eingehen wollen und klicken auf “verkaufen”. Der Wert ist jetzt leerverkauft und wird damit das Depot wieder ausgeglichen ist, später wenn Sie die Position schließen möchten “gekauft”.
Fazit:
Es sprechen mehrere Dinge für CFDs. Einige davon sind die Schnelligkeit Werte zu handeln, preisgünstige Orders zu erteilen, mit einen Hebel von bis zu 100 zu handeln und natürlich durch die von einigen kostenlos zur Verfügung gestellte Software Realtime Kurse zu erhalten (CFDs sind eine eins zu eins Kopie vom Basiswert).










